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Herkunft und familiäres Umfeld, die Orte der Kindheit und Jugend, Bildungsweg und die frühen Erfahrungen im Beruf haben meine Vorstellung von Architektur und ihrer Hervor-bringung geprägt. Aus der Vielzahl dieser Einflüsse waren drei besonders wichtig:

Die Stadt Halle mit ihrer historischen Stadtstruktur und Bausubstanz: Wie nur wenige deutsche Großstädte im 2. Weltkrieg fast unzerstört, war die Vernachlässigung und der Verfall der Altstadt in der späten DDR Motiv für meine Berufswahl und später Antrieb für die eigene Berufsausübung. Auslöser für die berufliche Selbständigkeit war schließlich 1991 dann auch die Chance, mit der „Vorbereitenden Untersuchung“ für den Stadtteil Giebichenstein die Altstadtsanierung als wesentliche Aufgabe zu erschließen.

Das Architekturstudium in Weimar: Von 1978 bis 1983 absolviert, fiel es in die Zeit, in der das Bauhaus und sein gestalterisches und didaktisches Konzept in der DDR eine Renaissance erfuhren. Die Vertiefung in dieses Erbe, der Kontakt zu noch lebenden Bauhäuslern, die Teilnahme an Bauhaus-Seminaren begründeten eine nachhaltige Beziehung zum Ideengebäude „Bauhaus“, die 1990 schließlich in eine kurze, aber intensive Mitarbeit in der Experimentellen Werkstatt am Bauhaus Dessau mündete, und die noch heute in vielen damals gewonnenen Einsichten, Erkenntnissen und Kontakten fortwirkt.

Rat und Vorbild verehrter Lehrer und Kollegen: Natürlich mit Theorie und Praxis ihres architektonischen Schaffens, nicht weniger aber oft auch mit ihrer Lebensklugheit und charakterlichen Lauterkeit, die mir oft genug helfen, im alltäglichen Kampf mit den kleinen und großen Widrigkeiten des Architektendaseins die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nicht aus dem Blick zu verlieren – und sie von den unwichtigen zu unterscheiden.